Seit über 38 Jahren betreibt Klaus Friemel seine Goldschmiede und Galerie für künstlerischen und avantgardistischen Schmuck in Detmold.
Es zählt der erste Eindruck: Die sparsame, themenbezogene Dekoration lässt für den Betrachter viel Raum zum Ein- und Durchblick. Das macht neugierig und erzeugt Spannung, nimmt die vermeintliche Hemmschwelle und lädt auf einen Besuch ein.
Der Blick fällt auf eine Ausstellungsvitrine an der gegenüberliegenden Wand, in die ein horizontales Glasband eingelassen ist, hinter dem der Schmuck dekorativ positioniert ist. Dadurch entstand eine durchgehende Ausstellungsfläche, die der Schmuckpräsentation viel Freiraum zur Dekoration und Gestaltung der Rückwand lässt
Das Anthrazit der Schieferplatten und der Wände, das Braun des Palisanders und das Rot des Kavalleriestoffs der speziell angefertigten Sitzpolster sind die einzigen verwendeten Farbelemente.
Der Besucher soll sich in dem Ambiente der puristischen Formensprache, Wertigkeit der Materialen und zurückhaltender, edler Farbgebung wohl fühlen.
Im Vordergrund stehen Transparenz, Klarheit und eine puristische Sachlichkeit, die dem Betrachter in Wertigkeit und Gestaltung eine Beziehung zu dem Schmuck offenbart.
Das Entwurfsprofil für die Goldschmiede hat die Architektin Dagmar Rosa Schulte entwickelt. Dabei war die Zielstellung, einen Ausstellungsraum und einen angegliederten Werkstattbereich funktional und gestalterisch so zu konzipieren, dass die Innenarchitektur den Stil des Schmucks und die Arbeitsweise des Goldschmieds adaptiert.